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Politische Wanderungen

Mit dem Angebot von Politischen Wanderungen möchte die grüne Ratsfraktion politische Themen aufgreifen, die direkte Auswirkungen auf den Naturraum in Kerpen haben. Der Flächenbedarf für neue Wohn- und Gewerbegebiete, für Straßen und den Tagebau Hambach zerstört die natürliche Vielfalt, zerstört oder zerschneidet Lebensräume und führt zu einer rasanten Verarmung unserer Umwelt. Daneben führt die intensive Landwirtschaft zu einem Rückgang vieler Tier- und Pflanzenarten. Es ist ein besonderes Anliegen der grünen Ratsfraktion, die Zusammenhänge aufzuzeigen und Lösungswege zu propagieren, die die Auswirkungen der Eingriffe mildern. Bei unseren politischen Wanderungen möchten wir Eingriffe in die Naturhaushalt erwandern, Renaturierungs- bzw. Rekultivierungsmaßnahmen diskutieren und unsere umweltpolitische Forderungen verdeutlichen.



2.Politische Wanderung - Zu den Roten Wässern rund um Türnich

Am 19. September 2010 wird die grüne Ratsfraktion eine Wanderung über die Berrenrather Börde veranstalten. Nähere Angaben folgen hier in Kürze.

Ein besonderes Problem in diesem Bereich stellen Sickerwässer war, die an verschiedenen Stellen austreten. Ein Beispiel dafür sehen Sie auf den Fotos, die an einem Hang am nördlichen Rand der Berrenrather Börde aktuell aufgenommen wurden. Erste Untersuchungen zum Inhalt der Wässer ergaben erhöhte Nickelwerte.

 




1. Politische Wanderung der Kerpener Grünen am 13. Juni 2010 von Sindorf nach Buir

Bild–1981
Bild–1982
Bild–1983
Bild–1984
Bild–1994
Bild–1998
Bild–2005
Bild–2006

Bei wunderschönem Wanderwetter starteten wir um ca. 10 Uhr am Sindorfer Bahnhof, querten zunächst die A4 und machten unseren ersten Halt bei den Gelbbauchunken in der renaturierten Fläche (Bild 1981) direkt am Kerpener Kreuz. Unser Gast, Herr Wolfgang Kupke vom NABU, führte die Gruppe zu den zahlreichen künstlichen Tümpeln in einem Gelände, das eher einer frisch verlassenen Baustelle ähnelt als einem Biotop. Doch tatsächlich: Wir wurden fündig: Die Gelbbauchunken waren da und ließen sich bereitwillig fotografieren (Bild 1982) . Notwendig wurde die Maßnahme, weil die Gelbbauchunken durch die Verfüllung der Kiesgrube im Lörsfelder Busch nicht mehr existieren können. Kritisch wurde die Dauerhaftigkeit einer solchen Maßnahme gesehen, wir werden herausfinden, ob hier ein Monitoring vorgesehen ist.


Durch den Lösrfelder Busch (Bild 1983) an der Boelcke-Kaserne vorbei ging es zum Dickbusch, wo das Thema Naturverjüngung contra Anpflanzung von Jungbäumen im Zentrum stand (Bild 1984). Dem eigentlichen Schwerpunkt der Wanderung begegneten wir dann zuerst bei Geilrath, weil die nach dem Programm Natura 2000 schützenswerte Verbindung zwischen den FFH-Gebieten Steinheide und Dickbusch in Zukunft durch die DB-Trasse, die neue Hambachbahn, die neue A4 und durch die ausgebaute B 477 n voneinander getrennt sein werden. Während über die A4neu eine Grünbrücke von nur 35 Metern gebaut werden soll, sind für die B 477n nur einige Amphibientunnel vorgesehen, deren Länge den Nutzen in Frage stellt. Hinzu kommt, dass die Grünbrücke eine Wildzaun bekommen soll, so dass sich die Frage stellt, wie das Wild zwischen Steinheide und Dickbusch in Zukunft wechseln soll. Doch vor dem direkten Anschauen dieser enormen Zerschneidungen der Umwelt stand eine herrliche Mittagspause bei der Familie Wilkens in Geilrath. An dieser Stelle nochmals einen Dank für die Gastfreundschaft (Bild 1994, 1998). Nach einer intensiven Diskussion (Bild 2005) querten wir die Trasse der neuen Hambachbahn und konnten das ganze Ausmaß der Bündelung von A 4, DB und Hambachbahn von einer der fertigen Brückenbauwerke auf dem Weg nach Buir erfassen (Bild 2006). Die Endrast im Vereinsheim bei Kaffe, Kuchen und viel Wasser war wohlverdient und stellte den Endpunkt einer gelungenen Veranstaltung dar.




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