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Fachgespräch zur Forstreform in NRW: Ist die nachhaltige Waldbewirtschaftung bald am Ende?

Leider nur sehr wenige Interessierte fanden den Weg am 24.11.2006 zu unserem Fachgespräch über die Zukunft des Waldes. Schade, geht es doch um 27% unserer Landesfläche! Das war um so bedauerlicher, als dass der Vortrag von Herrn Forstdirektor Schoelmerich sehr informativ war, Herr Schütte (stv. Vorsitzender des BDF) die Probleme aus der Sicht der Forstleute klar ansprach und Herr Kühlborn vom NABU Erftkreis eine ökologische Bewertung vornahm, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer also aus verschiedenen Blickrichtungen informiert wurden. .

Die wichtigsten Aspekte sollen hier kurz zusammengefasst werden. Weitere Informationen sind zu finden unter www.landtag.nrw.de und www.munlv.nrw.de.Die Position der grünen Landtagsfraktion ist zu finden unter www.gruene-nrw.de. Die Grünen im Landtag haben am 13.10.2006 einen Anttrag eingebracht mit dem Titel „Forstreform“ aussetzen! Dieser Titel sagt eigentlich schon alles.

Für uns grüne Umweltpolitikerinnen und Umweltpolitiker vor Ort war die Frage wichtig, welche Auswirkungen die von CDU-Umweltminister Uhlenberg forcierte Forstreform vor Ort haben wird.

Die Antworten darauf sind eindeutig:

Die Anzahl der Forstämter soll von 35 auf 15 reduziert werden, die Anzahl der Beschäftigten wird deutlich verringert. Das heißt, weniger Forstleute betreuen eine viel größere Fläche. Die Möglichkeit der Beratung vor Ort wird radikal eingeschränkt. Angebote zur Umweltbildung, zur Beratung vor Ort werden weitgehend entfallen, weil sie von den Förstern nicht mehr zu leisten sind. Wir Grünen haben uns z.B. sehr intensiv für die Einrichtung von Waldkindergartengruppen stark gemacht. Diese benötigen einen Förster als Ansprechpartner, der erreichbar ist. Eine Reduzierung der Forstbediensteten lehnen wir ab.

Der Wald erfüllt auch eine ökonomische Funktion, er ist in weiten Bereichen ein Nutzwald. Dieser Tatsache versperren wir uns nicht. Minister Uhlenberg hat aber mehrfach formuliert (s. obige Internetadressen), dass er hauptsächlich die Ressource Wald im Auge hat. Wir wollen keinen Umbau des Waldes nur aus dem wirtschaftlichem Blickwinkel, sondern eine nachhaltige Waldwirtschaft, die Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen im Blick behält. .In diesem Zusammenhang ist für uns unabdingbar notwendig, dass die Stadt Kerpen den restlichen Wald, der ihr noch gehört, weiter in ihrem Besitz behält. Nur so hat sie Einfluss auf die Art der Bewirtschaftung.

Mit der Forstreform verbunden ist wahrscheinlich der Wegfall der Förderung einer Wiederaufforstung. Wir treten dafür ein, dass die Stadt Kerpen trotzdem an ihren richtigen Zielen für eine nachhaltige Waldwirtschaft auch in der Zukunft festhält.

Die Grünen in Kerpen werden eine Resolution zur Forstreform in den Stadtrat am 12.12.2006 einbringen und für eine möglichst breite Unterstützung werben. Die Resolution finden Sie unter www.gruene-kerpen.de (Fraktion).

 



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