Aktive in der FraktionAusschüsseUnsere Arbeit in Ausschüssen_und ArbeitskreisenSchreiben der FraktionGrüne RatsinfosMitteilungen aus der_FraktionsarbeitArbeitsschwerpunkteVeranstaltungenFachgesprächePrivatisierungKlimaschutzGeothermieIntegrationspolitik in KerpenForstreformBiogasanlagenSchule privatisiertFamilienzentrenAktionenPolitische WanderungenPresseArchiv-AnträgeImpressum

Familienzentren – Neue Wege in der Familienpolitik

Andrea Asch (MdL),kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, referierte zu Beginn des Abends über die Inhalte des Konzepts, das die Landesregierung zum Thema Familienzentren vorgelegt hat. Ziel dieses vom Grundsatz her begrüßenswerten Konzepts ist die Vernetzung aller Angebote rund um das Thema Familie.

Ergebnisse eines Workshops zum Thema Familienzentren, die das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (www.mgffi.nrw.de) vorgelegt hat, ist u.a., dass drei Modelle vorgeschlagen werden. Die anspruchsvollste Form ist das Modell "Unter einem Dach", bei dem alle Hilfs- und Beratungsangebote für Familien unter dem Dach der Kindertageseinrichtung bereitgestellt werden. Beim Modell "Galerie" gibt es eine eher unverbindliche Zusammensetzung der konkreten Hilfs- und Beratungsangebote und beim "Lotsenmodell" ist die Kindertagesstätte erste Anlaufstelle und leitet Ratsuchende weiter.

Bis zum 31.3.2006 sollen sich Einrichtungen für eine Teilnahme an der Pilotphase bewerben, in der eine Einrichtung pro Jugendamtsbezirk als Familienzentrum umgestaltet werden soll.

Einen recht breiten Raum nahm der Punkt "Finanzierung" ein, da die Landesregierung für 2006 nur 1 Mio. Euro insgesamt eingestellt hat, das bedeutet 5.500 Euro pro Familienzentrum. Dazu Andrea Asch: "Ich bin nicht optimistisch, dass dies Anreiz genug ist, dass sich Einrichtungen in die Bewerbung begeben."

Die grüne Landtagsfraktion hat weitergehende Forderungen, so z.B. die Einrichtung einer zusätzlichen 1/2 Stelle pro Jugendamtsbezirk und die Festlegung konkreter Standards für die Einrichtungen. Unbedingt müssen Plätze für die unter 3-jährigen entstehen, eine Sprachförderung vor Ort und ein Angebot für medizinische Untersuchungen.

Kritisiert wurde von allen Seiten, dass die Landesregierung sich gleichzeitig aus der Ver-antwortung stiehlt, indem sie die Ausgaben für Jugendhilfe und Kinderbetreuung um 20 Prozent kürzt. Damit verschlechtert sich die Situation der Kinder in NRW. Es drängt sich der Verdacht auf, dass mit einem neuen Etikett "Familienzentrum" nur die tatsächlichen Kürzungen in Höhe von 220 Mio Euro kaschiert werden sollen.

Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass Interesse auf Seiten der Betroffenen besteht.

Die grüne Ratsfraktion in Kerpen hat wegen der Bewerbungsfrist einen Antrag für die nächste Ratssitzung gestellt. Ziel ist es, dass sich die Stadtverordneten durch einen grundsätzlichen Beschluss für die Einrichtung von Familienzentren auch den Willen bekunden, mehr als unbedingt vorgeschrieben zu tun, um den Alltag der Familien in Kerpen zu verbessern.

Familienzentren sollten in allen Ortsteilen entstehen, sie sollten es Vätern und Müttern leichter machen, sich über Angebote zu informieren, wie z.B. das Angebot von Tagesmüttern.

Mit Fragen und Anregungen können Sie sich gerne wenden an:
andrea.asch@landtag.nrw.de

oder vor Ort an:
Jutta.Schnuetgen-Weber@gruene-kerpen.de oder Tel: 02273/57135

 



Seite Empfehlen       Seite drucken