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Fachgespräch: Klimaschutz – was kann man in einer Kommune wie Kerpen tun?

Als Gäste für das Fachgespräch am 8.2.2008 konnten wir gleich mehrere Experten gewinnen, die einen informativen Abend gestalteten. Reiner Priggen, grüner Landtagsabgeordneter und energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion,  stellte die Dringlichkeit des Klimaschutzes in seinem informativen und hochaktuellen Vortrag zu Beginn sehr deutlich heraus. Neuere Erkenntnisse des Klimaforschungsinstituts in Potsdam zeigen, dass uns das Thema Klimawandel unter den Nägeln brennt. Gesteht man jedem Erdenbürger denselben Energieverbrauch zu, dann müssten wir in Deutschland unseren Ausstoß von Kohlenstoffdioxid von 10,3  t/Kopf/Jahr  auf 2,2 t senken! In NRW würden wir sogar bei 16 t/Kopf/Jahr starten. Brigitta Poppe, umweltpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion in Bonn, wies auf die Vielzahl  von Einzelmaßnahmen hin, die es schon in Bonn gibt, wie z.B. die Teilnahme am Pendlernetz NRW, den Heizspiegel Bonn oder auch das Förderprogramm Solarthermie. Helmut Spahn vom NABU und Ratsmitglied in Pulheim zeigte viele Möglichkeiten auf, wie auf kommunaler Ebene Energie effizienter und sparsamer eingesetzt werden kann. Schwerpunkt waren hier unter anderem die Möglichkeiten, einer solaren Bau- und Stadtplanung wie auch die Vorreiter- und Vorbildrolle, die eine Kommunalverwaltung einnehmen muss, will sie ihre Bürgerinnen und Bürger für das Mitmachen gewinnen. Herr Uwe Schölmerich von der Landesfortverwaltung hob in seinem Vortrag die hohe Bindungsrate von Kohlenstoffdioxid in altersgemischten Wäldern hervor wie auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen Waldwirtschaft, die Holz als Baustoff und Biomasse nutzt, dabei aber den Bestand sichert und vermehrt.

In ihrem Fazit stellte Jutta Schnütgen-Weber, grüne Fraktionsvorsitzende,
heraus, dass sich alle darin einig waren, auf der kommunalen Handlungsebene viele Maßnahmen gleichzeitig anstoßen zu müssen, die Vorbildfunktion von Politik und der Verwaltung zu bestärken und letztlich, dass wir auf den Klimawandel nur dann erfolgreich einwirken können, wenn Demokratie viel schneller wird!

 



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