Kurzbericht über den Kurzbesuch in der Partnerstadt Oswiecim anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau
Am 27. Januar jeden Jahres wird auch in Oswiecim der Wiederkehr des Tages der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz und des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gedacht. Unter anderem diese beiden Lager waren seinerzeit von der deutschen Regierung in dem kleinen polnischen Städtchen Oswiecim eingerichtet.
Auch in diesem Jahr hat wieder eine kleine Delegation der Stadt Kerpen an den Feierlichkeiten anlässlich des Jahrestages in ihrer Partnerstadt Oswiecim teilgenommen. An dem Tag werden dort immer an etwa einem Dutzend Stellen im Ort Kränze niedergelegt. Dabei wird an die entsetzlich vielen Toten der unterschiedlichen Gruppen, wie der jüdischen Mitmenschen aber auch beispielsweise der Zwangsarbeiter, der Kriegsgefangenen, der Soldaten unterschiedlicher Nationen erinnert. Sie seien auf immer unvergessen.
Die Kerpener Delegation hat, bei auch in diesem Jahr wieder recht eisigen Temperaturen, an drei sehr wichtigen Stellen ebenfalls je einen Kranz niedergelegt. Für die Kerpener war die erste Station an dem Morgen das Grabmal des unbekannten Soldaten. Etwas später haben wir im Lager I der Ermordeten gedacht und an der berüchtigten Todesmauer den zweiten Kranz niedergelegt. Bei dieser sehr bewegenden Zeremonie hat auch in diesem Jahr wieder eine verhältnismäßig große Anzahl von Überlebenden der Vernichtung teilgenommen.
Daran schloss sich ein Gedenkgottesdienst in der Maximilian-Kolbe-Kirche an. Der katholische Priester Kolbe war ebenfalls im Lager I eingekerkert und später dort ermordet worden (http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Kolbe). Im Anschluss an die Kranzniederlegung an der Todesmauer haben wir unter anderem auch Kolbes Zelle noch einen Besuch abgestattet. Im Kulturzentrum der Stadt fand danach eine Veranstaltung der Stadt zur 67. Wiederkehr der Lagerbefreiungen statt.
Nach dieser Veranstaltung fuhren wir zum Lager II, dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Zentraler Teil der Veranstaltung dort war eine ökumenische Gedenkveranstaltung. Sie fand an der Stelle der, von den deutschen Wachmannschaften vor ihrem Abzug gesprengten, Krematorien statt. Auch hier waren wieder viele ehemalige Gefangene der Lager anwesend. Als erster Geistlicher sprach ein Rabbi in hebräischer und in englischer Sprache ein Gebet. Es folgten dann noch katholische und evangelische Geistliche. Daran anschließend wurden die Kränze niedergelegt und Lichter entzündet. Die Zeremonien waren sehr ergreifend.
Erwähnt werden muss aber auch noch die, wie jedes Jahr wieder, sehr berührende Gastfreundschaft unserer polnischen Partner. Wir wurden mit einer Herzlichkeit willkommen geheißen, die uns auch diesmal wieder ungeheuer beeindruckt hat. All unsere polnischen Freunde haben sich mit ihrer ganzen Kraft für uns eingesetzt. Das fing beim Stadtpräsidenten an, setzte sich bei unserer sehr netten und kompetenten Begleiterin Magda Soboń, die für uns dolmetschte, über alle anderen Beteiligten bis schließlich zu unserem sehr um- und vorsichtigen Fahrer fort. Sie haben alles in ihrer Macht stehende getan, um unsere Wünsche zu erfüllen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden uns bei dem nächsten Gegenbesuch riesig anstrengen müssen, um mit dieser ganz offensichtlich aus dem Herzen kommenden Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft bestehen zu können. Ein großes Kompliment an unsere polnischen Freunde!
Peter Kunze
PS. Selbstverständlich erstattet der Teilnehmer der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN auch in diesem Jahr wieder seinen Anteil an den Reisekosten an die Stadt zurück.
Gemeinsam mit den Dürener und Kölner Grünen fuhren Petra Fillinger und Natascha Salmon-Mücke auf Einladung von Oliver Krischer zum AKW in Tihange, um dort gegen den Betrieb des AKW zu demonstrieren. Das AKW liegt nur 60 km von der deutschen Grenze entfernt und wird vom belgischen Konzern Electrabel betrieben. Neben dem Kernkraftwerk Doel ist es eines von zwei in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken Belgiens.
Es besteht aus drei Blöcken mit Druckwasserreaktoren mit einer Leistung von knapp über 3000 MW. Block 1 ist seit 1975 in Betrieb, Block 2 ist 1982 gebaut und Block 3 wurde 1985 fertiggestellt. Die Region um Tihange ist eines der aktivsten Erdbebengebiete nördlich der Alpen und schon von daher besonders gefährdet (Quelle und weitere Informationen)
Viele Umweltgruppen und Parteien aus Belgien, Holland und Deutschland setzten dort ein starkes Zeichen gegen Atomkraft.
Insgesamt 2000 Menschen kamen zusammen, um direkt vor dem AKW zu demonstrieren. (Ein Marsch durch das Stadtzentrum von Huy war leider verboten worden). Bei der Abschlußkundgebung erinnerte der japanische Anti-Atom-Aktivist Tomoyuki Takada an die Ereignisse um Fukushima und mahnte an, eine internationale Gegenbewegung zu Atomkraft zu schaffen.
Blumenwiesen für das Marienfeld
Eine Umweltausschusssitzung der besonderen Art gab es am 13.September 2011 im Marienfeld. Unter der Anleitung von Herrn Chmela (Biologische Station Bonn) und Herrn Dr. Arnold (NABU) säten die ca. 25 Freiwilligen 3 verschiedene Saatmischungen auf Flächen am südlichen Rand des Gebietes rund um den Boisdorfer See. Fast alle Fraktionen im Stadtrat waren vertreten, Mitglieder des NABU (Ortsgruppe Kerpen), Verwaltungsmitarbeiter und weitere Bürger/innen, die der Bitte gefolgt waren, bei der Aussaat zu helfen. Für die Grünen waren vor Ort: Gero Donner, Patrick Kalscheuer, Peter Kunze und Jutta Schnütgen-Weber als Umweltausschussvorsitzende.
Die Aktion wurde möglich, weil die Stadt Kerpen Wald verkaufen musste aufgrund der Landkäufe von RWE rund um den Tagebau Hambach. Schweren Herzens stimmte der Umweltausschuss dem Verkauf der Waldfläche im FFH-Gebiet Dickbusch zu, legte aber fest, dass der Erlös ausschließlich ökologischen Maßnahmen dient. So wurde die Idee geboren, ca. 10 ha Ackerfläche zu Blumenwiesen umzugestalten. Ein Projekt, um die biologische Vielfalt zu erhöhen, denn gerade Blumenwiesen sind eine Rarität in unserem Stadtgebiet.
Natürlich wird der Ausschuss auch die weitere Entwicklung der Wiesen im Auge behalten und insbesondere in der Startphase unerwünschte Entwicklungen versuchen zu verhindern. An dieser Stelle werden wir immer wieder von der Entwicklung der Wiesen berichten und hoffen, dass die Kerpener Bürger/innen schon bald herrlich blühende Flächen genießen können.
Jutta Schnütgen-Weber
Kerpener Grüne auf der Anti-AKW-Demo in Bonn am 29. Mai 2011
Eine gelungene Aktion war die Teilnahme einer Abordnung der Kerpener Grünen auf der Anti-AKW-Demo in Bonn am 29.Mai 2011. Nach einem eher verhaltenen Start am Kaiserplatz war ein erster Höhepunkt die einstündige Sitz- und Stehblockade auf der Bonner Kennedybrücke, um ein deutliches Zeichen gegen die „Brückentechnologie“ Kernkraft zu setzen. Flagge im wahrsten Sinne vor Ort zeigten Peter Kunze, Uli Meyer-Steinhaus, Jutta Schnütgen-Weber, Natascha Salmon-Mücke und Petra Fillinger. Ca. 7500 Menschen hatten den Weg nach Bonn gefunden, um gemeinsam für einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergienutzung zu demonstrieren. Zusammen mit 20 weiteren Städten in Deutschland ein machtvolles Signal an die Merkeltruppe, keine Schritte rückwärts mehr zu machen. Auf dem Münsterplatz gab es bewegende Grußworte von Japaner NGO-Gruppen und den japanischen Grünen, die vor Ort immer noch einen schweren Stand haben. Die Band Brings war dann der gelungene Abschluss eines Demonstrationstages. Die nächste Demo kommt bestimmt. Jeder ist herzlich eingeladen, bei einer nächsten Aktion mit uns zu gehen. Schauen Sie auf unsere homepage!
15 gute Gründe für ein Engagement bei den Kerpener GRÜNEN
Wir setzen uns ein für
mehr Attraktivität unserer Ortszentren
einen verlässlichen Landschafts- und Naturschutz
die Förderung erneuerbarer Energien Stichwort „Klimaschutzstadt Kerpen“
eine sozial gerechte Familienpolitik
einen starken Integrationsausschuss
eine chancengerechte Bildungspolitik
die Förderung des Fahrradverkehrs
eine aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei politischen Entscheidungen
eine nachhaltige Finanzpolitik
eine transparente Politik
die Einführung von Stadtbuslinien
den Schutz städtischen Waldes
die Ausweisung gentechnik-freier Zonen
die Verlegung von „Stolpersteinen“
die Verhinderung weiterer Braunkohle-Tagebaue


