Energiebericht 2010 der Stadt Kerpen
Der Energiebericht für ausgewählte städtische Gebäude in Kerpen umfasst noch nicht alle städtischen Gebäude, aber die größten Problemfälle lassen sich darstellen wie z.B. das Europa-Gymnasium. Für dieses wird zur Zeit ein allumfassendes Gutachten für den Sanierungsbedarf erstellt. Dabei ist die energetische Sanierung natürlich ein ganz wichtiger Punkt. Das GRÜNE Klimaschutzkonzept ist Leitfaden für unsere politischen Entscheidungen, mit der wir mit unserer GRÜNEN Ratsfraktion mehr Energieeinsparung und mehr Energieeffizienz für Kerpen voranbringen wollen. Viele kleine Schritte werden im Gesamten den Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden senken. |
Interessante Broschüre des WWF zu Urlaubsreisen
Der WWF hat eine Broschüre veröffentlicht, in der die Ökobilanzen für verschiedene Urlaubsreisen vorgestellt werden. Am schlechtesten schneiden weite Flugreisen ab. Nach Berechnungen des Öko-Instituts Berlin schlägt z.B. der zweiwöchige Ostseeurlaub einer vierköpfigen Familien mit 258 Kilogramm CO2 zu Buche, die zweiwöchige Luxus-Pauschalreise eines Paares nach Mexiko aber mit 7218 Kilogramm CO2.
Näheres unter : www.wwf.de. Dort kann die Studie heruntergeladen werden.
Kommunaler Klimaschutz
Für kommunalen Klimaschutz gibt es eine neue Internetadresse www.kommunaler-klimaschutz.de.
Das Deutsche Institut für Urbanistik hat mit Förderung durch das Bundesumweltministerium eine Servicestelle Kommunaler Klimaschutz eingerichtet, welche die Kommunen bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzziele unterstützen soll. Diese Servicestelle betreibt auch die erwähnte Internetadresse. Die Servicestelle hat in diesem Sommer mit der Arbeit begonnen. Einzelheiten finden Sie bei Interesse unter der genannten Internetadresse.
Carbon-Label
Klimaschutz als Kaufkriterium
Die Diskussion über geeignete Maßnahmen gegen den Klimawandel läuft auf Hochtouren. Zu den zahlreichen Ideen zählt auch, Klimaschutz für die Konsumenten zum Kaufkriterium zu machen. Die deutschen Verbraucher haben dazu bislang allerdings noch keine Möglichkeiten. Anders in England: Dort beginnt sich ein neues Siegel zu etablieren, das die Käufer über den jeweiligen CO2-Fußabdruck von Waren und deren Verpackungen informiert. Das sogenannte Carbon-Label soll über die Klimaauswirkungen von Produkten in der gesamten Herstellungs- und Vermarktungskette Auskunft geben. Weiter -->
Ökostrom
Den Stromanbieter wechseln – das Klima dankt es Ihnen
In allen Medien treffen wir auf Ratschläge und Empfehlungen, den Stromanbieter zu wechseln. Wir sollen damit Stromkosten sparen können. Nun – dies ist so, und dennoch wechseln nur wenige Stromkunden zu einem anderen Anbieter.
Auch wir Kerpener GRÜNEN raten zum Stromwechsel. Aber wir verbinden mit dieser Empfehlung weniger den Aspekt des Geldsparens, sondern wollen die Kunden von Atom- und Kohlestrom abziehen, hin zu ökologischem oder eben Regenerativem Strom.
Doch da fängt auch gleich die Verunsicherung an, was denn überhaupt Regenerativer Strom sei. Scheinbar ist die Antwort einfach, denn zum Regenerativen Strom wird Strom aus Wasser- und Windkraft gerechnet, dazu Solarstrom und bedingt auch solcher aus Kraft-Wärme-Kopplung, abgekürzt KWK genannt. In meist gasbetriebenen KWK-Anlagen wird sowohl Wärme als auch Strom erzeugt und damit die eingesetzte Energie weitaus besser ausgenutzt als bei "normalem" Kohlestrom mit bis zu 70 % Verlusten.
Doch hinter vielen Angeboten für Regenerativen Strom verbergen sich Mogelpackungen. Der Trick: Die Strommischung jedes Stromanbieters enthält bereits einen – meist noch kleinen - Anteil an Regenerativem Strom. Wer also normalen Strom kauft, nutzt auch einen Anteil an regenerativ erzeugtem Strom. Wird nun der Regenerative Anteil im Mix separat verkauft, mit Aufpreis selbstverständlich, erhöht sich lediglich der Gewinn des Stromverkäufers, für die Umwelt tut sich jedoch überhaupt nichts.
Die anerkannten Umweltverbände haben deshalb Kriterien aufgestellt, was als Regenerativer Strom anerkannt werden kann. Hier sind die Kriterien, die der Anbieter und sein Ökostrom erfüllen muss:
- Es besteht keinerlei eigentumsrechtliche Verflechtung mit einem Stromkonzern, der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt.
- Es wird ausschließlich "Grüner Strom" geliefert. Der Strommix des Anbieters, wie er in der Stromkennzeichnung anzugeben ist, muss zu mindestens 50% aus Erneuerbaren Energien (Wasser, Wind, Sonne) stammen. 50% dürfen aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen stammen.
- Alle Stromkunden in Deutschland müssen zu den genannten Anbietern wechseln können.
Vor allem aufgrund des ersten Kriteriums fallen nahezu alle üblichen Stromanbieter heraus, da es fast keinen Anbieter gibt, der nicht auch Atom- und Kohlestrom vertreibt.
Die Umweltverbände empfehlen deshalb bisher nur 4 Anbieter, welche diese Kriterien erfüllen. Es sind:
- Lichtblick (www.lichtblick.de)
- EWS Schönau(www.ews-schoenau.de)
- Naturstrom (www.naturstrom.de)
- Greenpeace Energy(www.greenpeace-energy.de)
Für diese 4 Anbieter trifft auch eine weitere Forderung zu: Sie fördern auch selbst die Erzeugung Regenerativen Stroms oder stellen ihn teilweise selbst her. Wer also dort seinen Strom kauft, kann sicher sein, auch etwas für die Stärkung der Regenerativen Stromerzeugung zu tun, z.B. durch Bau weiterer Wasserkraftanlagen, Windkraftanlagen, Solaranlagen.
Wer stattdessen bei einem beliebigen Anbieter angeblichen Regenerativen oder Öko-Strom kauft, bewirkt damit noch nichts für Ökologie und Klima.
Wenn Sie dennoch auch andere Anbieter in Ihre Suche einbeziehen wollen, dann achten Sie darauf, dass deren Ökostrom wenigstens zertifiziert ist mit dem Siegel "Grüner Strom Label" oder" ok-Power".
Sie sollten sich aber bewusst sein, dass Sie bei Verzicht auf das Kriterium 1) weiterhin Erzeugung und Verkauf von Atom-und Kohlestrom unterstützen.
Auf keinen Fall reicht das RECS-Siegel, denn das dient meist nur der Umetikettierung von Kohle- oder Atomstrom, ohne dass dafür Regenerativer Strom zusätzlich produziert wird.
Unser Vorschlag:
- Wenn Sie sich beraten lassen wollen, dann nehmen Sie uns Kerpener GRÜNE beim Wort und in Anspruch (Friedrich Knorpp, 02237 – 972 215, friedrich.knorpp@gruene-kerpen.de). Wr vergleichen für Sie verschiedene Anbieter und können im Einzelfall noch auf weitere Tarifvergünstigungen hinweisen.
- Informieren Sie sich über die Argumente der Umweltverbände bei der Initiative
"Atomausstieg selber machen" unter www.atomausstieg-selber-machen.de - Ebenfalls gute Argumente finden Sie unter www.stromwechsel-jetzt.de
- Besuchen Sie im Internet die vier oben genannten Stromanbieter.
- Vergleichen Sie die Strompreise verschiedener Anbieter miteinander, am besten im Internet unter www.verivox.de, dort dann unter"Strom", dann"Ökostromrechner"; dabei treffen Sie aber außer den genannten anerkannten Ökostromanbietern auch auf die große Anzahl "Schwarzer Schafe" mit ihrem Pseudo-Ökostrom.
Internetadressen zum Klimaschutz
Infoportal zu Erneuerbarer Energie:
Der Deutschen Städte- und Gemeindebund möchte den Bürgern die "Angst vor dem Unbekannten" nehmen durch ein kommunales Infoportal.
http://www.kommunal-erneuerbar.de/
Beim Bund der Energieverbraucher können Sie Ihre individuellen Verbrauchs- und Messdaten eingeben und erhalten eine Grafik über Ihr Heizverhalten. Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch auf den Internetseiten des "Bund der Energieverbraucher", weil dort eine Fülle von Informationen über alle Energiethemen angeboten werden.
http://www.energieverbraucher.de
Die Bundesebene der GRÜNEN hat ein Forum "Neue Ökologiepolitik" eingerichtet, das an einer GRÜNEN Position zum Klimaschutz gearbeitet hat. Das Forum hat das Ergebnis mit dem Titel
Klimaschutz ohne wenn und aber - Auf dem Weg zur solaren Gesellschaft
im Oktober 2007 als Bericht veröffentlicht. Diesen Bericht drucken wir hier des Umfangs wegen nicht ab, sondern verweisen auf die Internetadresse, unter der Sie den Bericht einsehen und auch herunterladen können:
http://www.gruene-partei.de/cms/files/dokbin/202/202956.bericht_forum_neue_oekologiepolitik.pdf
GRÜNER Klimaschutz
Die GRÜNEN haben für ihr Thema Klimaschutz eine eigene Internetadresse eingerichtet, die umfassend über Klimaschutzaktionen sowohl der GRÜNEN als auch anderer Gruppen und Initiativen berichtet:
Energiekonzept der GRÜNEN Bundestagsfraktion
Sicher haben Sie darüber schon in der Presse gelesen, das Originaldokument finden Sie unter:
http://www.gruene-bundestag.de/cms/publikationen/dokbin/187/187655.pdf

Klimaschutz jetzt! – 7 grüne Ziele
1. Elektrogeräte effizienter machen
Wir fordern europaweit ambitionierte Mindeststandards
für den Stromverbrauch von Elektrogeräten.
Der Verbrauch der effizientesten Geräten soll zum
Standard für die Branche erhoben werden (Top-Runner-
Ansatz). Stromfresser werden damit verboten.
Stand-by-Schaltungen sollen maximal 1 Watt verbrauchen
dürfen. Möglichst viele Elektrogeräte müssen
nach Effizienzklassen gekennzeichnet werden,
wie dies heute bereits für Kühlgeräte und Waschmaschinen
gilt.
2. Handwerk braucht grünen Boden
Wir fordern, dass alle Gebäudeneubauten ab sofort
Niedrigenergie-und Nullenergiehausstandards erreichen
müssen. Der Gebäudebestand sollte bis 2030
nach dem Vorbild gelungener Verfahren (Best-Practice-
Standard) saniert werden. Wir wollen gemeinsam
mit dem Handwerk eine Kampagne für dieses
Ziel einleiten.
3. Neue Kohlekraftwerke verhindern
Wir mobilisieren bundesweit gegen den Neubau von
Kohlekraftwerken. 27 sind in Planung. Dabei zählen
sie – besonders die Braunkohlekraftwerke – zu den
schlimmsten C02-Schleudern. Neue Kohlekraftwerke
verhindern zudem notwendige Investitionen in erneuerbare
Energiequellen.
4. Klimawende im Verkehr
Die Kfz-Steuer muss sich zukünftig am CO2-Ausstoß
orientieren statt am Hubraum. Damit fördern wir das
notwendige Umsteuern der Automobilindustrie auf umweltfreundlichere Motoren und alternative Treibstoffe.
Ein Tempolimit für Autobahnen von 120 km/h
kann den Spritverbrauch senken. Im Flugverkehr
dürfen Klimaschäden nicht länger subventioniert werden.
Wir fordern deshalb die EU-weite Beseitigung
der Steuerfreiheit von Kerosin.
5. Ökolandbau gegen Treibhausgase
10% unserer CO2-Emissionen kommen aus der Landwirtschaft.
Dabei sind die Emissionen auf ökologisch
bebauten Flächen 2/3 geringer als bei konventionellen.
Wir fordern (auch) deshalb mehr Förderung für
den Ökolandbau!
6. Erneuerbare Wärme fördern
Wärme hat einen Anteil von etwa 60% am Endenergieverbrauch
– Strom nur knapp 20%. Wir fordern
deshalb, dass Sigmar Gabriel nicht nur redet, sondern
endlich ein regenerative Wärmegesetz einführt, dass
den Wärmebereich auf Erneuerbare Energien umsteuert,
wie wir das mit dem Erneuerbare-Energien-
Gesetz im Strombereich bereits geschafft haben.
7. Klimaschutz in Europa und weltweit
Die EU muss sich endlich ohne wenn und aber auf
CO2 Minderungsziel von mindestens 30 Prozent bis
2020 gegenüber 1990 festlegen. Die G8-Staaten
– auch die USA – müssen sich bis zum Gipfel in Heiligendamm
zu verbindlichen Zielen verpflichten, um
die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.
Wollen Sie mehr über Klimaschutz wissen? Wollen
Sie mit uns über Klimapolitik diskutieren? Wollen Sie
gemeinsam mit uns gemeinsam aktiv werden?
Flugblatt
Klimaschutz für alle!
Was Sie sofort selber tun können:
Sie können Klimaschutz selber machen! Es ist leichter als Sie vielleicht denken. Hier finden Sie praktische Tipps für Klimaschutz im Alltag.
Machen Sie mit!
Hier unterzeichnen Sie den Klimaappell einfach per Mausklick:

- Der Klima-Appell wird vom Online-Bürgernetzwerk Campact, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), dem Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), Germanwatch, urgewald, dem Forum Umwelt- und Entwicklung und der BUNDjugend getragen. Die Grünen unterstützen den Klima-Appell von 16 Organisationen.
